Route: Ried – Savudrija (ca 600km) – Karte öffnen
Tag 1 … Montag, 16. Mai 2022
Die Reise ans Meer hat begonnen…
aber wie. Pedale fallen herunter, eine Gangschaltung wollte nicht mehr, auch die Luft eines Reifens wollte im Innviertel bleiben… und das war noch nicht alles. Doch irgendwie haben wir es dennoch geschafft gut durch die Hitze und den teilweise heftigen Gegenwind an den Wallersee zu kommen, etliche von uns sind sogar noch Schwimmen gegangen bevor – ja genau – es wieder einmal zum Regnen begonnen hat. Allerdings hat der Himmel deutlich bedrohlicher ausgesehen.. doch es wurde nur Regen. Ein Lagerfeuer war schnell angezündet und da die Töpfe die Flammen vor dem Regen schützen waren zwar die Köche naß doch die Speisen warm…
Und sonst – die Stimmung ist gut, alle sind wohlauf und es ist schon sehr interessant die Strecke zwischen Ried und Salzburg bis auf 3km kurz vor Höcken nur auf kleinen und kleinsten Wegerln zu erfahren.


Tag 2 … Dienstag, 17. Mai 2022
Leider kein langer Blogeintrag, es war feiner mit den jüngeren RadlerInnen nach dem Kochen, einer guten Gruppenbesprechung dann noch am Lagerfeuer zu sitzen, zu plaudern und den Tag mit dem hoffnungsvollen Versuch aus nassem Holz ein Feuer am laufen zu halten ausklingen zu lassen.
Tag 3 … Mittwoch, 18. Mai 2022
Der dritte Tag…
wie immer sind solche Reiseplanungen vor allem eine Absichtserklärung in eine nahe Zukunft und keine präzisen Reiseplanung eines Reisebüros. Es wird also je nach Gusto und aktueller Notwendigkeit umgeplant. Heuer haben wir damit schon am 3. Tag angefangen, denn gestern war die Hitze und das teilweise sehr hohe Tempo doch zu viel für einige.
Daher wurde heute umdisponiert, es sind daher 2 Leute mit dem Zug von Golling nach Mallnitz gefahren damit sie einen Ruhetag haben, wir anderen, immer noch 20 Leute sind von Golling nach Schwarzach geradelt um dann mit dem Zug nach Mallnitz zu fahren. Nunja… Über die Fähigkeit der ÖBB Räder von A nach B zu transportieren lässt sich ein eigenes Kapitel schreiben… in kürze: jeder der befragten ÖBB-Menschen, ob vor Ort oder am Telefon hat gesagt es geht nicht, man müsse reservieren, es gehen max. 10 Räder in einen Zug und überhaupt – ohne Reservierung geht da gar nix… Und doch, wir sind – allen Widrigkeiten zum Trotz – mit tatkräftiger Hilfe einiger ÖBB-Menschen, dem ignorieren etlicher „Vurschriften“ und der Haltung des „wird schon irgendwie gehen“ mit 3 unterschiedlichen Zügen nach Mallnitz gekommen.
Ergebnis der Umplanung: Wir haben einen Reisetag gewonnen, uns viel Schweiß und Anstrengung in dieser Hitze erspart und morgen einen ruhigen Tag mit viel Bergabfahren bis kurz vor Villach vor uns. Und die beiden Erschöpften sind auch wohlauf und erholt…
Noch eine Anmerkung warum es heuer weniger Fotos gibt: es ist zu heiß und daher ist Trinken und verschnaufen wichtiger als Fotos zu machen….
Abgesehen davon war die Strecke heute nicht sonderlich fotogen.

Tag 4 … Donnerstag, 19. Mai 2022
Wir sind also alle in Mallnitz angekommen und haben unser Quartier an einem für unsere Bedürfnisse perfekten Campingplatz gefunden: Keine anderen Gäste, viel warmes Wasser und saubere Duschen… und eine Pizzaria als auch ein Kaufgeschäft in der Nähe.
Um 1/2 11 ist dann Cäcilia angekommen, die uns bis zum Ende der Reise begleiten wird. Wir sind also viel zu spät weggekommen und so hatten wir bald ein Hitzeproblem – was zur Erkenntnis führt dass nicht nur Regen zach ist sondern auch zu viel Sonne und vor allem Hitze mehr als nur lästig ist.
Immerhin lassen sich die längeren Pausen erfreulicher gestalten wenn ein Fluß in der Nähe ist – denn dann wird gebadet, egal wie kalt das Wasser ist. Wallersee 16°, Königseeache 12°, die Salzach hat auch nicht mehr als 13° oder 14° und auch die Möll und Drau sind vor allem Schmelzwasser von den umliegenden Bergen, warm ist jedenfalls anders. Doch egal wie kalt, irgendwer ist immer im Wasser. Und ab morgen versuchen wir uns an italienische Verhältnisse anzunähern: bald wegkommen, Siesta am Wasser und dann erst am Nachmittag weiterzufahren.


Tag 5 … Freitag, 20. Mai 2022
Heute Nacht hat uns der Regen noch einen – hoffentlich letzten – Gruß geschickt – das übersiedeln der im Freien Schlafenden ging wie als hätten wir das schon oft geprobt – doch als dann alle unter dem Dach waren war`s mit dem Regen auch schon wieder vorbei. Naja.
Wie schon berichtet – es ist heiß und so sind wir heute schon um 9 losgefahren und sind dann gute 40km mehr oder weniger in einem Rutsch mit einer kurzen Badepause bis Villach gekommen. Diverse Erledigungen für Mensch und Rad besorgt und weiter gings zu einem Platz den wir schon von unsere Reise 2015 kennen. Die Gail ist wärmer als die bisherigen Flüsse, aus dem Rastplatz für die große Mittagspause wurde der Platz für dir kommende Nacht. Dann hat Karl es nicht mehr so weit zum Bahnhof, Daniela R. findet uns auch leichter und im übrigen fahren wir nun doch über’s Kanaltal nach Italien, denn bei 30° und sengender Sonne ist jeder Paß eine Qual, auch wenn wir uns langsam an die Sonne gewöhnt haben.
Ergebnis dieser Planänderung: Entspannung da kein Paß in der Hitze erradelt werden muß, im Fluß treiben, Grillen a la Gartenparty… entspanntes Ballspielen und all die Dinge die bisher noch keinen Platz gehabt haben.
Unser neues Ziel ist Monfalcone, mal sehen was draus wird.


Sonntag, 22. Mai 2022
Für gestern gibt’s keinen Eintrag, spätes Ankommen und eine feine Märchenerzählung von Andrea haben das Schreiben verhindert. Heute Abend, wenn wir in Genoma am Campingplatz sind, wird wieder mehr Zeit für’s Schreiben sein.
Tag 6-8 … Samstag bis Montag, 21. – 23. Mai 2022
Vorgestern, am Samstag Abend, sind wir also wider Erwarten in Italien gelandet. Von Villach nach Camporosso, kurz vor dem höchsten Punkt der Strecke über das Kanaltal sind es doch 300 Höhenmeter. Nachdem wir nun verstanden haben wie wir die Gruppe reihen müssen kommen auch die vermeintlich Schwachen gut gelaunt trotz sengender Hitze mit.
Wie eigentlich jeden Tag hat uns am Samstag beim Einkaufen vom Abendessen wieder einmal – eh schon wissen – der Regen erwischt. Dieses mal war es mehr als nur 4 Minuten und es war dann wirklich alles nass – und die Aussicht auf einen Schlafplatz in einer nassen und noch ungemähten Wiese… naja. Wie fast immer hat dann ein bisschen reden mit einheimischen Autofahrern und einem „just try it, this is a lost place“ als Antwort die wir flugs zu unseren Gunsten ausgelegt haben, haben wir einen wunderbaren Platz gefunden an dem fast alle gut geschlafen haben, leider war kein Bach in der Nähe.
Die Abfahrt von Camporosso war ein Genuss, als wir in Pontebba Mittagsrast gehalten haben war die Platzwahl recht vielfältig.





Der Genuss hielt bis kurz nach Chiusa Forte… da bin ich in einen Graben gestürzt. Die Schutzengerl Aller haben zusammengeholfen das nix Schlimmes passiert ist. Der Schock war heftig und es hat eine Weile gebraucht, dass wir wieder in Ruhe fahren konnten.
Als wir diese Strecke vor 4 Jahren geradelt sind wurden wir gute 7km auf die vielbefahrene Bundesstraße umgeleitet. Ein einfacher Radlfahrer denkt sich, dass der Lückenschluss einer der wichtigen Radl-Nord-Süd-Verbindungen (er damals schon angekündigt war) vielleicht schon fertig ist. Nix da – die Baustelle sieht noch verlassener aus als damals und so sind wir als gut sichtbare Gruppe diese Straße entlanggeradelt. Auch nix Schlimmes, die Gruppe ist inzwischen sehr gut aufeinander eingestellt. Damit uns vorne nix passiert haben die Schlusslichter gedeutet, dass die Autofahrer nach links sollen damit mehr Abstand zu uns ist – und wie es hier so ist – die Italiener haben fröhlich zurück gehupt und aus den Autos gewunken. Und nach links sind sie auch ausgewichen.
In Venzone sind wir bei der Durchfahrt mitten im sonntäglichen Stadtfest gelandet und nachdem wir eine Weile dort zugeschaut haben – und mit einigen Passanten auch eine Ratscherei entstanden ist – hat der tägliche Regen unsere Verwandlungskünste von „Hitze aushalten“ in „Regenschutz für eh alles“ wieder einmal trainiert. Wir sind da inzwischen schon sehr gut darin und wenn dann fast alle diese orangen Ponchos anhaben macht das auch was her.
Heute, Montag, ist ein Wasch- und Ruhetag am Campingplatz in Gemona del Friuli vorgesehen, und obwohl es wuselt, ist uns schon 2x von unseren Platznachbarn zu diesen Jugendlichen gratuliert worden weil sie so angenehm ruhig und freundlich sind. Auch sehr nett das von Leuten zu hören die hier sind um ihre Ruhe zu haben.
Und am Nachmittag fahren wir endlich zum Talgiamento… mal sehen wem das Wasser nicht zu kalt ist. Die Fella war gestern glasklar, also kein Regen sondern Quellwasser und damit saukalt, ob der Regen von heute Nacht was geändert hat… wir werden sehen…




Tag 9 … Dienstag, 24. Mai 2022
Der gestrige Ruhetag hat uns allen gutgetan, auch die Unfallfolgen sind fast vollständig vorbei, und so sind wir heute – leider etwas zu spät – bei bedecktem Himmel Richtung Udine geradelt…. Der Radwegführer hätte uns vollkommen in die Irre geführt. Doch die Beschilderung war deutlich besser und so sind wir auf wunderschön verschnörkelten Radwegen aus Gemona durchs Land geführt worden.
Jedenfalls ist Radfahren in so einer Gruppe in diesem Land ein ständiger Quell von fröhlichem angehupt werden, es wird einem zugewunken oder einfach nur ein lautes „Ciao bella“ über die Zäune zugerufen wenn wir bunter und so atypisch bepackter Haufen vorbeiradeln. Und Verkehrsanhaltungen erfolgen selbst auf größeren Straßen vollkommen ohne unser Zutun weil irgendwer stehen bleibt um uns vorbeizulassen… Sehr angenehm.
Nur.. ein bedeckter Himmel bedeutet nicht, dass es kühl ist und so hat uns die Hitze wieder einmal zu schaffen gemacht… und auch die Schlafplatzsuche war kompliziert, denn der Fluss den ich ausgesucht habe ist vollkommen ausgetrocknet. So sind wir nach 3 Versuchen und viel zu spät neben einem Sportplatz und neben duftendem Geißblatt, wilden Rosen, Thymian und all dem was so auf Schotterhalden wächst gelandet. Wenigstens konnten die Köche ein Feuer im Flussbett machen.. und als das Kochen vorbei war wurde die Feuerstelle gewechselt denn das Feuer musste ja größer sein wenn 23 Leute daran Platz finden wollen.
Ein Märchen von Andrea beendete den Abend für fast alle, die großen Buben nutzten die Gelegenheit und sind dann mit mir noch eine weitere Stunde plaudernd um das langsam niederbrennende Feuer gestanden bevor es so weit heruntergebrannt war das wir es mit Steinen abdecken konnten, denn – Wasser zum Ablöschen ist ja keins im Fluss.
Noch eine Anmerkung zu dem dass ich keine Namen nenne wenn es einmal Erschöpfte gibt: Es sind nicht immer nur Jugendliche für die es anstrengend ist. Nicht nur die Jugendlichen haben sich teilweise mehr als ein halbes Jahr auf diese Reise gefreut.
Daher gibt es gibt eine eiserne Regel: Wir sind gemeinsam weggefahren und daher kommen wir auch gemeinsam an. Wir Planenden wissen nur nicht immer genau wo wir gemeinsam ankommen werden.
Es ist daher mE. wichtig zu sagen /warum/ wir einen Plan ändern. Es ist aber überhaupt nicht wichtig für die Vermittlung dessen wie es uns geht /wer/ diese Änderungen verursacht hat, denn diese Planänderungen führen der Stimmung keinen Schaden zu sondern sind nur Quell von neuen Geschichten die es lohnt erzählt zu werden.
Und nun rumpelt es im Hintergrund, die Gewitterfront rückt näher, mal sehen was passiert….
Tag 10 … Mittwoch, 25. Mai 2022
Uns gehts gut, ein Schlafplatz am Wasser ist goldes Wert und die Zusammenfassung von Mittwoch und Donnerstag werden am Donnerstag geschrieben.
***Angekommen***
Tag 11 … Donnerstag, 26. Mai 2022


Tag 11-12 … Donnerstag bis Freitag, 26. bis 27. Mai 2022
Auch wenn wir nun schon gut angekommen sind… hier noch einige Worte zu den letzten 2 Tagen, die uns vor allem das Radeln in und aus Udine, eine nette und feine Begegnung mit einem alten Mann, über den wir einen wunderbaren Platz an einem Bach bekommen haben und dann das Fahren abseits der großen Radwege beschert hat.
Nach unserer Übernachtung an einem trockenen Flussbett sind wir über kleine und kleinste Wegerl direkt nach Udine hineingerollt. Die Radwege sind äußerst Ressourcensparend angelegt, man wechselt die Fahrbahnseiten je nach Gusto und wird auf verwinkelten Wegen mitten ins Zentrum geführt. Straßenwechsel mit 23 Radlern in einer großen Stadt… es geht mehr als nur irgendwie, ich hatte das Gefühl wir schwimmen auf diesen Wegen ungehindert in die Stadt hinein, Autofahrer, Fußgänger und auch andere Radfahrer haben uns mit einem Grinsen den Platz gemacht so das wir kaum stehen bleiben mussten.
Irgendwo in einem kleinen Ort hat eine zufällig vorbeifahrende Carabinieri die Straße (mit Blaulicht!) blockiert damit wir ungehindert drüberkommen…
Unsere Schlafplatzsuche war schwierig, denn nochmals ohne Bach neben uns wollten wir nicht schlafen.. und so viele Bäche gibts in der Gegend zwischen Palmanova und Monfalcone auch nicht – vor allem welche die wirklich auch mit fließendem Wasser gefüllt sind – Brackwassergerinsel gibts schon einige. Also haben wir beim Queren der Gerinne sehr darauf geachtet wie das Wasser darin aussieht – und so haben wir einen Bach gefunden der auch – 20km weiter – an der Stelle fließt wo wir schlafen wollten. Alles war gut, der Platz sah auch vielversprechend aus und das Ansprechen der üblichen Verdächtigen hatte dann auch rasch ein – fragen wir den Nachbarn (dem die Wiese gehörte die wir nutzen wollten) zur Folge. Und der Nachbar unseres angesprochenen Einheimischen namens Bruno war… nicht erfreut um nicht zu sagen widerwillig…. Bruno, er spricht gut Deutsch (dass er uns erst nach einigem Reden von Magdi auf italienisch mit ihm zu erkennen gab), hat viel versucht den Nachbarn zu überzeugen… doch es gelang nicht. Andrea hat in der Zwischenzeit 100m weiter geschaut und… das war`s dann, der Nachbar konnte ohne Gesichtsverlust sein Nein behalten, Bruno meinte auf die Frage ob wir auch ein Feuer machen können mit „Sie wissen was Sie tun“ geantwortet und 10 Minuten später wusste offensichtlich der ganze Ort das da hinten eine Gruppe von Jugendlichen die mit dem Rad aus Austria gekommen ist lagert. Und auch ein zufällig vorbeiradelnder Vater mit Sohn sind fast vom Radl gefallen als sie uns gesehen haben – und als wir Ried erwähnt haben hat er gemeint er kennt es, FACC sei ein Kunde.
Also – wir hatten für die letzte Nacht vor unserem Ziel einen guten Platz, einen uns wohlgesonnen Gastgeber, einen sauberen und angenehm warmen Bach zum Waschen, eine Hecke von Bäumen die uns vor dem Wind geschützt hat und das Gerede vom Dorf waren wir sicher auch, was will man mehr wenn man in Italien reist?

Der letzte Tag hat wie immer mit Müllentsorgen und Wasserflaschen auffüllen begonnen und wie immer dauert das… und die Strecke war nicht entlang von Radwegen sondern mehr oder weniger Quer“straß“ein um nach Monfaclcone und dann Sistiana zu kommen. Also viele, teilweise große Straßen und vor allem wieder heiß.
Und gelegentlich gibts dann auch noch Radwege, die mit unüberwindbaren Hindernissen gespickt sind. Doch die Burschen haben da nicht lang herumgeredet, die Räder wurden schwuppdiwupp über die Engstelle gehoben und weiter gings…

Doch… die Gruppe ist nun ziemlich gut aufeinander eingestimmt so das auch das Fahren auf großen Straßen gut geht. So waren auch die letzten 35km trotz Hitze, all dem Stress, den lauter Straßenverkehr verursacht und – da wir – abgesehen von Mapy am Telefon – keine gute Karten der Region hatten und daher viel Weg improvisieren mussten – bald vorbei und wir um ca. 15 Uhr am Campingplatz, allerdings nicht in Savudria – angelangt.

Resümee
Als letzter Eintrag noch ein paar technische Daten damit es später nicht nur den Jugendlichen einmal leichter fällt diese Reise nachzuvollziehen.
Die Strecke von der Schule nach Schwarzach/Bhf:
https://de.mapy.cz/s/merucepoze
von Mallnitz zum Campingplatz zwischen Duino und Sistiana:
https://de.mapy.cz/s/calunehoje
In Summe knapp 500km.
Wir hatten 4 defekte Radlständer(!), 5 Patschen (davon 2 durch unsere Schieberei durch die Büsche bevor wir den Schlafplatz bei Salt gefunden haben), etliche lockere Schrauben, eine defekte Gangschaltung, eine gerissene Kette, nicht festgeschraubte Pedale und sonst noch ein paar Kleinigkeiten. Alle Defekte waren harmlos, die Reserveschläuche haben sehr geholfen die Pannenzeiten kurz zu halten und die großen Burschen waren extrem schnell im Tauschen der Schläuche.
Die Radwegbeschilderungen sind oft hervorragend, manchmal aber braucht es auch einen Sherlock Holmes damit man den Weg nicht verliert, sowohl in AT als auch in IT und manchmal muss man einfach alle Verbotsschilder ignorieren damit man ans Ziel kommt. Mapy.cz ist zur Zeit der Radltour die beste Lösung für gutes Offline-Kartenmaterial am Telefon oder Tablet, doch das braucht leider Strom. Der Alpen-Adria Radwegführer ist bereits bei Drucklegung veraltet und kann mM nach nicht empfohlen werden, vor allem wenn man ein bisschen improvisieren möchte, denn es sind keine anderen Radwege ersichtlich.
Die ÖBB… was soll man dazu sagen außer dass es gut ist dort so freundlich wie möglich zu sein und auf Verständnis zu hoffen wenn sich zukünftige Fahrgäste nicht an die ach so optimierten Prozesse der ÖBB halten können… Es sind immer noch Menschen die die Entscheidungen treffen, egal was im Handbuch drinnensteht „und die da oben entscheiden“ [Zitat aus Schwarzach]. Daher hier nochmals ein Dank an die Leute in Schwarzach und den diversen Zügen die uns wider aller Regeln geholfen haben kurzfristig nach Mallnitz zu kommen.
Und – eh schon wissen: Hitze ist nicht zu unterschätzen. Und wenn es regnet… Regenponchos sind wunderbar um nur von der Gischt von unten nass zu werden 🙂

